Streuwiesen am Penzinger See (Babensham)

Den meisten ist der Penzinger See als beliebter Badesee bekannt. Was viele nicht wissen: Auf der Ost- und der Nordseite befinden sich wertvolle Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen. Die Nasswiesen in Ufernähe wurden früher zur Gewinnung der Einstreu im Herbst gemäht. Erst durch die Freistellung wurden die Flächen offengehalten und es konnten sich blumenreiche Streuwiesen ausbilden. Davon profitierten Schmetterlinge wie der Wiesenknopf-Ameisenbläuling und Vögel wie das Braunkehlchen. Da die Flächen in den vergangenen Jahren nicht mehr gemäht wurden, wachsen sie mehr und mehr zu. Hinzu kommen menschlich verursachte Nährstoffe aus der Luft. Davon profitieren einige hochwüchsige Pflanzen wie der Faulbaum oder das Schilf. Die artenreichen Streuwiesen mit Orchideen und Enzianen verschwinden. Eine Initiative aus Penzinger Bürgern wurde aktiv:

Im Oktober wurden gemeinsam Büsche entfernt, die Wiese gemäht und mit dem Heurechen abgezogen. Händische Arbeit wie in alten Zeiten. Mitorganisator Thomas Eichner freut sich über die rege Beteiligung. Alt und Jung haben gemeinsam angepackt. Ihm geht es auch darum mit einem sinnvollen Projekt den Dorfcharakter zu beleben. „Die Leute kommen zusammen, haben eine Freude an der Arbeit und entwickeln ein Gespür für die Natur und die Landschaft.“ Das Bürgerengagement reiht sich in eine breite Aktion zur Wiederbelebung der Streuwiesen am Penzinger See ein. Angrenzende Bereiche werden von dem Landschaftspflegeverband Rosenheim sowie von der Gemeinde Babensham gepflegt. Thomas Eichner plant schon für kommendes Jahr. Freiwillige können sich gerne für die nächste Aktion anmelden unter: „info@schaetze-der-eiszeitlandschaft.de“ Stichwort: Penzinger See