Landschaft im Wandel

Von den früheren unzählbaren Schätzen der Eiszeit ist heute nur noch ein geringer Rest vorhanden. Das liegt an mehreren Faktoren:

In der Vergangenheit wurden in großem Umfang Maßnahmen zur Flurneuordnung mit Entwässerungen und Geländeveränderungen umgesetzt. Viele Moore wurden drainiert, Trockenstandorte und Geländemulden mit Feuchtflächen und Kleingewässern der Eiszeitlandschaft verfüllt, planiert und aufgedüngt. Darüber hinaus mussten viele Flächen Straßen- und Siedlungsbaumaßnahmen weichen.


Die oft intensive Nutzung der angrenzenden Flächen führt zu einer Aufdüngung der noch vorhandenen Toteisformen.

Durch die Aufgabe der früher traditionellen Mahd wanderten in viele Feucht- und Trockenstandorte Gehölze ein. Gewässer und Moore verlanden und verbuschen dadurch unnatürlich schnell. Auch in den Waldgebieten sind die hier doch recht geschützten Kesselbiotope betroffen.

Darüberhinaus wurden und werden Toteiskessel auch heute noch als Verfallgruben genutzt, um Bauschutt oder Unrat zu entsorgen.


Selten gewordene Tiere und Pflanzen, wie der Kammmolch, der Sonnentau und viele Orchideenarten, die auf solche Lebensräume und deren Verbundstrukturen angewiesen sind, verschwinden aus unserer Landschaft.

Wir wollen die verbliebenden Schätze der Landschaft bewahren.