Freiwillige Helfer Landschaftspflege

Landschaftspflegetag Haag i.OB

25.06.2022 09:00

Aufruf zum mitmachen: Im Rahmen des „Schätze der Eiszeitlandschaft“ suchen wir freiwillige Helfer für eine Landschaftspflegemaßnahme.

Nördlich von Haag i.OB bei Holzapfel wird am 25. Juni 2022 ein Hangquellmoor gemäht und das Mähgut an den Flächenrand geborgen.

Es ist jeder willkommen, der zwei bis drei Stunden leichte körperliche Arbeit für den Erhalt seltener Tier- und Pflanzenarten nicht scheut. Werkzeug wird gestellt, wir sind jedoch dankbar, wenn möglichst viele einen Rechen oder eine Heugabel mitnehmen.

Anmeldung und weitere Informationen bei der Biodiversitätsberatung des Landkreis Mühldorf a.Inn Matthias Nirschl Tel. 08631/ 699 318 oder matthias.nirschl@lra-mue.de

Landschaftspflegetag Soyen

02.07.2022 00:00
Gemeine Soyen

Wir wollen gemeinsam für den Erhalt von seltenen Tieren und Pflanzen tätig sein. Wir rufen daher zu einem Landschaftspflegetag am 2.7 ab 10 Uhr auf. Bestückt mit Sense, Freischneider und Rechen kümmern wir uns um die Gemeindebiotope.

Jeder der mithelfen möchte ist herzlich willkommen. Die Gemeinde spendiert zum Dank eine Brotzeit.

Anmeldung bei der Umweltreferentin der Gemeinde Soyen Christine Böhm (08072 373111) oder unter an info@schaetze-der-eiszeitlandschaft.de

Weitere Informationen werden zeitnah bekannt gegeben

Auf den Spuren der Eiszeit… in Soyen

15.05.2022 11:00
Bahnhof Soyen

Haben Sie sich schonmal gefragt wie die heimische Landschaft entstanden ist?

Wir laden Sie recht herzlich ein zu einer geologischen Radlexkursion durch die Gemeinde Soyen.

Der Geologe Dr. Johann Wierer führt uns von Soyen durch das Hohenburger Hügelland und erklärt uns wie die heimische Landschaft nach der letzten Eiszeit entstand. Station machen wir immer wieder an landschaftlichen Besonderheiten wie Toteiskesseln, Eiszeitseen und Trockenhängen.

Die Strecke umfasst ca. 10 km durch leicht bewegtes Gelände. Die Exkursion erfolgt mit dem Fahrrad. Es wird daher um ein verkehrstaugliches Gefährt gebeten sowie geländetaugliche Kleidung. Nehmen Sie bitte auch ausreichend zu trinken und eine Brotzeit mit.

Wann? Am Sonntag den 15.05 um 11 Uhr

Wo? Am Bahnhof in Soyen

Ungefähre Route: Soyen-Schlicht-Hohenburg-Rieden

Führung durch das Schmidmoos bei Edling

07.05.2022 14:00

Der Bund Naturschutz Ortsgruppe Wasserburg läd am 07.05 zu einer Führung durch das Schmidmoos bei Edling ein. Biodiverstitätsberater Jonas Garschhammer informiert über die Entstehungsgeschichte, Tiere und Pflanzen und Landschaftspflege in dem Moorgebiet.

Treffpunkt um 14:00 Uhr westl. Ortsausgang Edling vor Bahnüberführung
Finster (Römerstr.) – kaum Parkmöglichkeit außer am Bahnhof Edling
– am besten mit Radl kommen

Mehr Informationen bei der BN Ortsgruppe Wasserburg.

Auf den Spuren der Eiszeit… um Haag i.OB

10.04.2022 10:00 Uhr

Bräuhausplatz Haag i.OB

Wir laden Sie herzlich zu einer weiteren geologischen Radlexkurison ein, diesmal Rund um den Markt Haag i.OB.

Der Geologe Dr. Johann Wierer führt uns von Haag über Albaching nach Lengmoos und über Ramsau wieder zurück und erklärt uns wie die heimische Landschaft nach der letzten Eiszeit entstanden ist. Station wird an landschaftlichen Besonderheiten wie Toteiskesseln und Moränenhängen gemacht. Beim Halt an Kiesgruben wird die offen gelegte Fracht des Inngletschers erkundet und im historischen Kern des Markt Haag deren Verwendung als Naturbaustoff gezeigt.

Die Strecke umfasst ca. 30 km durch teils bewegtes Gelände. Die Exkursion erfolgt mit dem Fahrrad. Es wird daher um ein verkehrstaugliches Gefährt sowie geländetaugliche Kleidung gebeten. Nehmen Sie bitte auch ausreichend zu trinken und eine Brotzeit mit.

Treffpunkt ist am Sonntag den 10.4. um 10 Uhr am Bräuhausplatz in Haag. Die Exkursion endet im Laufe des späteren Nachmittags.

Bei schlechtem Wetter wird die Exkursion verschoben – dies wird kurzfristig auf der Internetseite bekannt gegeben.

Grabenverschluss im Kalkflachmoor

Seit Mitte der Neunziger Jahre besitzt der Landkreis Mühldorf a.Inn im südlichen Großhaager Forst ein Kalkflachmoor.

Dieser Lebensraum zeichnet sich durch hoch anstehendes Grundwasser, welches aus dem hängigen Gelände flächig austritt und sehr kalkreich ist aus. An diesem Standort blühen hoch spezialisierte Pflanzenarten wie Fettkraut, Wasserschlauch oder Knabenkräuter und in den Sommermonaten bereichern Libellen wie die speziell hier vorkommenden Quelljungfern die Luft mit akrobatischen Flugmanövern.

Auf Grund des hohen Grundwasserstand sind hier keine geeigneten Wuchsbedingungn für Gehölze gegeben und daher ein von Natur aus gehölz- und waldfrei.

In weiter Vergangenheit hat man versucht durch ein Grabennetz das Flachmoor trocken zu legen um es forst- bzw. landwirtschaftlich nutzen zu können. Hierdurch hat sich der Wasserhaushalt und die Lebensraumbedingungen deutlich verschlechtert.

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken und die seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten für weitere Generationen zu erhalten und zu pflegen wurden Teile des Grabennetz im Rahmen einer Landschaftspflegemaßnahme verschlossen.

Wie das genau geht und am Ende aussieht, könnt Ihr in unserem kleinen Videobeitrag sehen:

Firmlinge aus Babensham „pflegen“ Toteiskessel

Zusammen mit der Landjugend hat die Nachhaltigkeitsbeauftragte der Gemeinde Babensham dieses Jahr ein Projekt mit einem Teil der Firmlinge bearbeitet zum Erhalt der Artenvielfalt. Einer der vielen Toteiskessel in Babensham/Mernham wurde zum Teil entbuscht und die Streu soweit möglich gemäht. Das Schnittgut musste gesammelt und einen Hügel hinaufgezogen und dort auf einen Kipper verladen werden. Die Mädels und Jungs waren sehr engagiert bei der ungewohnten Arbeit dabei und freuten sich danach über die Brotzeit. Vielen Dank an die Helfer und Firmlinge!

Auf den Spuren der Eiszeit… in Babensham

14.05.2022 11:00
Parkplatz am Penzinger See

Haben Sie sich schonmal gefragt wie die heimische Landschaft entstanden ist?

Wir laden Sie recht herzlich ein zu einer geologischen Radlexkursion durch die Gemeinde Babensham.

Der Geologe Dr. Johann Wierer führt uns von Penzing über Babensham nach Schambach und erklärt uns wie die heimische Landschaft nach der letzten Eiszeit entstand. Station machen wir immer wieder an landschaftlichen Besonderheiten wie Toteiskesseln, Eiszeitseen und Trockenhängen.

Die Strecke umfasst ca. 10 km durch leicht bewegtes Gelände. Die Exkursion erfolgt mit dem Fahrrad. Es wird daher um ein verkehrstaugliches Gefährt gebeten sowie geländetaugliche Kleidung. Nehmen Sie bitte auch ausreichend zu trinken und eine Brotzeit mit.

Wann? Am Samstag den 14.05 um 11 Uhr

Wo? Treffpunkt ist der Parkplatz am Penzinger See

Ungefähre Route: Penzing-Babenshams-Mernham-Schambach

JAGUS-Gruppe unterstützt die Pflege eines Toteiskessels

Zwischen Wang und Moos wurde letzten Herbst eine Reihe von Toteiskesseln entlandet und somit wertvolle Lebensräume für seltene Amphibien wie dem Kleinem Wasserfrosch wiederhergestellt.

An einem dieser Toteiskessel grenzt eine kleine Nasswiese an, deren artenreiche Pflanzengesellschaft durch ausbreitendes Schilf in Folge der Nutzungsaufgabe verdrängt wird.

Durch die tatkräftige Hilfe des Projekthaus JAGUS der Arbeiterwohlfahrt in Waldkraiburg konnte unter der Leitung von Herrn Muscher im Rahmen einer Pflegemaßnahme das Altschilf gemäht und aus der Fläche heraus gebracht werden.

Die Fläche wird zukünftig zweimal jährlich gemäht um einen in unserer Landschaft selten gewordenen Lebensraum zu erhalten und zu pflegen.

Netzausbau für den Kleinen Wasserfrosch

Um die Ortschaft Wang (Gmd. Unterreit) befinden sich mehrere Toteiskessel auf relativ engem Raum in der freien Landschaft.

Diese Toteiskessel sind Lebensraum für unterschiedlichste Amphibienarten wie z.B. Gras- oder Springfrosch. Mit dem Laubfrosch und dem Kleinen Wasserfrosch kommen hier auch zwei seltene und stark gefährdete Arten vor.

Wie vieler Orts zeigen diese Kleingewässer auf Grund klimatischer Veränderungen einen gesunkenen Wasserspiegel bzw. eine starke Verlandung als Folge verstärkten Pflanzenwachstums durch u.a. Nährstoffeinträgen. 

Um den Lebensraum der seltenen Amphibienarten zu erhalten und gleichzeitig den wichtigen genetischen Austausch der Vorkommen untereinander zu ermöglichen, wurde im Rahmen des Projekts „Schätze der Eiszeitlandschaft“ gleich ein ganzes Netzwerk an Lebensstätten („Biotopverbund“) wiederhergestellt.

So wurde Anfang November 2021 an vier Toteiskesseln fünf Wasserflächen durch ausbaggern wiederhergestellt sowie an einem Kessel die Restwasserfläche vertieft. Nächstes Jahr folgen weitere Toteiskessel im näheren Umfeld um das Lebensraumangebot weiter zu stärken und den seltenen Arten eine Ausbreitung zu ermöglichen.

Das Landratsamt Mühldorf a.Inn bedankt sich bei sämtlichen Eigentümern und Landbewirtschafter für das Einverständnis zu den Maßnahmen und deren positives Mitwirken